Auf ein Wort

Advent - Die Zeit zwischen Dunkelheit und Licht

"Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird." (Jeremia 23,5)

Diese Worte aus dem Buch Jeremia sind mir im Jahr 2021 näher, als in den Jahren zuvor. Gerade jetzt, hoffen wir auf etwas Neues, auf Veränderung. Dabei sehe ich die ratlosen Gesichter der Menschen, die mich stumm fragen: "Was kommt noch auf uns zu? Wie soll es weitergehen?"

Jeremia spricht mit Gott und bittet um Hilfe. Er musste die Schwierigkeiten seiner Zeit am eigenen Leib miterleben. Wir leben zwar nicht im Krieg wie damals Jeremia, aber wir müssen uns mit der nicht enden wollenden Corona-Lage auseinandersetzen. Das Virus zwingt uns in die Knie. So dürfen wir nicht nachlassen gemeinsam dagegen anzukämpfen: Impfen, Maske tragen, Kontakteinschränkungen ... Nur als Gemeinschaft werden wir diese Notlage bezwingen.

Trotz aller Schwierigkeiten gab auch Jeremia nie auf. Gott verhieß seinem Volk eine neue Zeit in Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit. Die Finsternis weicht dem Licht und es wird für sie eine neue Zukunft und Hoffnung geben. Auch die Adventszeit ist die Zeit zwischen Dunkel und Licht. Wie Jeremia können auch wir uns Gott zuwenden und die Gaben nutzen, die er uns gibt. Machen wir uns auf den Weg, Gottes Botschaft für uns zu erkennen.

"Fürchte dich nicht, denn ich dein Gott bin in der Nähe. Dein Leben bedeutet mir viel. Öffne dich mit allen Sinnen, damit du die Zeichen wahrnimmst, die ich dir sende."

Bleiben Sie behütet.

Ihre Pfarrerin Gabriele Sander