„Gottes Schöpfung ist sehr gut!“ - Weltgebetstag 2018 aus Surinam

(12.02.2018) — Christina Lang

Wüssten Sie auf Anhieb, wo Surinam liegt? Ich nicht, ich musste nachschauen: Surinam liegt im Nordosten Südamerikas.

"Gottes Schöpfung ist sehr gut!" Unter diesem Gottesdienstthema der surinamischen Christinnen laden wir Sie herzlich ein zum Weltgebetstag im Pfarrsaal der katho- lischen Gemeinde am Kramerplatz für Freitag, den 2. März, um 18.00 Uhr.

Es ist knapp halb so groß wie Deutschland und vereint afrikanische, niederländische, kreolische, indische, chinesische und javanische Einflüsse.

Dank seines subtropischen Klimas findet man hier üppige Riesenfarne, farbenprächtige Orchideen und über 1.000 verschiedenen Arten von Bäumen.

Rund 90% Surinams bestehen aus tiefem, teils noch vollkommen unberührtem Regenwald. Ameisenbären, Jaguare, Papageien und Riesenschlangen leben hier. Surinams Küsten eignen sich zwar nicht als Badestrände, dafür legen riesige Meeresschildkröten an unberührten Stränden ihre Eier ab.

Mit seinen 540.000 Einwohner*innen ist Surinam ein wahrer ethnischer, religiöser und kultureller Schmelztiegel. Der Großteil lebt in Küstennähe, die meisten in der Hauptstadt Paramaribo. In dieser als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Stadt steht die Synagoge neben einer Moschee, christliche Kirchen und ein Hindutempel sind nur wenige Häuserblocks entfernt.

Das traditionell harmonische Zusammenleben in Surinam ist allerdings zunehmend gefährdet. Die Wirtschaft des Landes ist sehr abhängig vom Export der Rohstoffe Gold und Öl und war es bis 2015 auch vom Bauxit. Zum einen zerstört der massive Rohstoffabbau die einzigartige Natur Surinams, zum anderen treffen die schwankenden Preise auf dem Weltmarkt das Land empfindlich. Das einst gute Sozialsystem ist mittlerweile kaum noch finanzierbar. Und das wird besonders für Frauen und Mädchen zum Problem: In den Familien nimmt Gewalt gegen Frauen und Kinder zu. Vermehrt brechen schwangere Teenager die Schule ab. Frauen prostituieren sich aus finanzieller Not.

Die Schönheit und Vielfalt des Landes, seine Probleme und Sorgen, und die Nöte der Menschen - all das findet sich auch im Gottesdienst zum Weltgebetstag. Er bietet am 2. März 2018 Gelegenheit, das Land und seine Bevölkerung näher kennenzulernen. Fast die Hälfte von ihr ist christlich. Neben der römisch-katholischen Kirche spielt vor allem die Herrnhuter Brüdergemeine eine bedeutende Rolle. Sie bietet z.B. Weiterbildungen für Jugendleiterinnen an, die jungen Frauen in Schwierigkeiten zur Seite stehen. Dieses Projekt können wir mit unseren Kollekten und Spenden in diesem Jahr unterstützen.

Wüssten Sie auf Anhieb, wo Surinam liegt? Ich nicht, ich musste nachschauen: Surinam liegt im Nordosten Südamerikas.

Wir feiern in diesem Jahr erstmals nicht mehr zwei, sondern nur diesen einen Gottesdienst. Die Durchführung von zwei Gottesdiensten stellte uns in den letzten Jahren vor echte Herausforderungen, weil für alle Aufgaben und Rollen immer zwei Personen gefunden werden mussten - für nachmittags und abends. Nun wollen wir die Kräfte bündeln und verbinden damit die Hoffnung, dass wir ältere und jüngere Besucher zu einer für möglichst alle annehmbaren Uhrzeit vereinen.

Zur Vorbereitung brauchen wir wieder viele von Ihnen, die sich mit einbringen. Dazu laden wir sehr herzlich ein. Das Vorbereitungstreffen findet am Mittwoch, dem 21. Februar um 16.30 Uhr im katholischen Pfarrsaal statt.