LIEBE MACHT LEBENDIG - ZUM VALENTINSTAG

Das Geschäft brummt am 14. Februar. Üppige Sträuße gehen über den Ladentisch. Rosen, Tulpen, Orchideen. Die Kasse klingelt. Vor allem männliche Kunden sind für gute Beratung dankbar. Auf dem Schaufenster steht in geschwungenen Lettern "Valentinstag", dazu ein dickes Herz aus roter Klebefolie, sowie leckere Schokolade.

Warum auch nicht? Liebe schmeckt süß und macht das Leben farbenfroh. Und sie erwärmt die Herzen. Da hält man es sogar in dieser kalten Jahreszeit viel leichter aus.

Der Valentinstag am 14. Februar ist ein guter Anlass zur Erinnerung: ein Leben ohne Liebe und Vertrauen ist nahezu unmöglich! Liebe und Partnerschaft, Freundschaft und Zuneigung sind wichtig und wertvoll. Sie machen das Leben bunt und spannend. Das gilt unter Freun- den und Kollegen, wie auch in Ehe und Familie. Echte Zuneigung und Liebe sind frei von Zwang und Vorleistungen des anderen. In unserer Welt, die fast alles zur käuflichen Ware gemacht hat, sind sie wie ein unregierbarer Fremdkörper.

Für Christen steht fest: Gott liebt seine Geschöpfe. Gott liebt uns ohne Vorbehalt, ohne Ansehen der Person, ohne, dass wir dafür etwas leisten müssen. Gottes Liebe ist wie ein Geschenk aus einer anderen Dimension. Mehr noch: Gott ist die Liebe. Gott sei Dank!

Ohne Liebe

Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos. Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.

Ehre ohne Liebe macht hochmütig. Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart. Besitz ohne Liebe macht geizig.

Klugheit ohne Liebe macht gerissen. Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch. Glauben ohne Liebe macht fanatisch.

Ein Leben ohne Liebe macht keinen Sinn.

Hintergrund:
Valentinstag feiern die Christen bereits seit dem 4. Jahrhundert. Der Name des Tages geht vermutlich auf einen Mönch namens Valentin zurück, der im 3. Jahrhundert Bischof der mittelitalienischen Stadt Terni gewesen sein soll. Der Legende nach hat er trotz kaiserlichen Verbotes Verliebte getraut - vermutlich auch Soldaten und Sklaven, sowie junge Menschen, die von ihren Eltern anderweitig verheiratet werden sollten. Außerdem soll er frisch vermähl- ten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt haben. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, sollen unter einem guten Stern gestanden haben. Laut Legende wurde er am 14. Februar 268 auf Befehl des römischen Kaisers hingerichtet, weil er nicht von seinem christli- chen Glauben abzubringen war.

Pfr. Jürgen Pillwitz (Krankenhausseelsorger)